Neue Stationen
an der Isar.
Ein Fluss gewinnt ein Stück seiner natürlichen Dynamik zurück. Interaktive Erlebnisstationen machen die Veränderungen der Isarlandschaft, ihre Tier- und Pflanzenwelt sowie geologische Besonderheiten anschaulich und erlebbar.
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Vom Wildfluss
zum regulierten Gewässer.
Die ursprüngliche Isar
Die Isar war einst ein vom Menschen weitgehend unbeeinflusster Wildfluss. Im Bereich der Mittleren Isar erstreckte sich ein bis zu zwei Kilometer breiter Talraum.
Kiesbänke und verzweigte Flussarme prägten die Landschaft. Durch die natürliche Flussdynamik entstanden zahlreiche artenreiche Teillebensräume.
Die Folgen der Regulierung
Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Isar in diesem Bereich reguliert und in ein künstlich verengtes Flussbett gezwängt.
Mit dem Verlust der natürlichen Dynamik veränderte sich der Wasserhaushalt der angrenzenden Auen. Viele Flächen wurden nur noch bei extremen Hochwasserereignissen überflutet.
Sinkende Wasser- und Grundwasserstände, der Verlust vielfältiger Lebensräume und das Verschwinden typischer Tier- und Pflanzenarten waren die Folgen.
Ein Stück Freiheit
für die Isar.
Rückbau der Uferbefestigung
Im Jahr 1999 wurden im Abschnitt zwischen Flusskilometer 89,4 und 89,8 die Uferversteinungen entfernt.
Dadurch erhielt die Isar wieder die Möglichkeit, sich in diesem Bereich eigenständig zu entwickeln.
Neue natürliche Dynamik
Durch den Rückbau der Uferbefestigung gewannen der Fluss und seine Aue ein Stück ihrer natürlichen Freiheit und Dynamik zurück.
Projektleitung und Durchführung der Maßnahmen lagen beim Wasserwirtschaftsamt Landshut.
Drei Themen.
Viele Entdeckungen.
Die interaktiven Stationen des Projekts „Naturerlebnis Mittlere Isarau“ vermitteln die Besonderheiten des Flusses, seiner Lebensräume und seiner geologischen Geschichte.
Flussdynamik
Wie verändert sich eine Flusslandschaft, wenn die Natur wieder mehr Raum erhält? Die Station zeigt die zeitliche Abfolge der Maßnahmen und die Entwicklung der Isarlandschaft.
Tier- und Pflanzenwelt
Unterschiedliche Flusszonen stellen besondere Anforderungen an ihre Bewohner. Vorgestellt werden Arten, die an diese teilweise extremen Lebensbedingungen angepasst sind.
Geologie
Die „Sieben Rippen“ sind eine geologische Besonderheit der Mittleren Isar. Im Mittelpunkt stehen geologische Zusammenhänge und das Nagelfluh-Gestein. Rätseln und Forschen gehören dazu.
Naturerlebnisstationen,
die sich einfügen.
Organisch und künstlerisch
Die interaktiven Themenstationen wurden in einem organisch-künstlerischen Design gestaltet.
So verbindet das Projekt Naturvermittlung mit einer Gestaltung, die sich an der umgebenden Flusslandschaft orientiert.
Wissen selbst entdecken
Die Stationen machen komplexe ökologische und geologische Zusammenhänge anschaulich.
Besucher werden dazu angeregt, selbst zu beobachten, zu rätseln und die Besonderheiten der Mittleren Isar zu erforschen.
Natur verstehen.
Wissen erleben.
Ob Flusslandschaft, Naturerlebnisweg oder interaktive Lernstation: Gemeinsam entwickeln wir individuelle Konzepte, die Natur und ihre Zusammenhänge erlebbar machen.
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